


Im Anschluss an die verheerende Hungersnot von 1985 begannen die äthiopische Bevölkerung, die Regierung und eine große Zahl an Nichtregierungsorganisationen mit dem Wiederaufbau des Landes.
Die Peter Bachmann Stiftung (PBS/PBF) unterstützt dieses Ziel seit über zehn Jahren. Sie trifft Maßnahmen in den Bereichen Ernährung, Bildung und Unterkunft und legt besonderen Wert auf eine Förderung des Selbstwertgefühls. PBS griff fast unzähligen Studenten finanziell unter die Arme und unterstützte kleinere Unternehmen sowie landwirtschaftliche Projekte mit großem Erfolg. Für obdachlos gewordene Familien entstand vor Jahren eine neue Siedlung mit dem Namen „Peter Village“.

Das Herzstück unserer Stiftung ist das Bauen. Alle Bauprojekte, ob es sich nun um Toiletten in Ghana handelt (man muss sich vergegenwärtigen, dass für viele Menschen in den ärmsten Gebieten der Welt eine Toilette nach wie vor ein Luxusgegenstand ist) oder eine Wohnsiedlung in Galgamuwa / Sri Lanka, basieren auf Vertrauen und gegenseitiger Freundschaft. Auf der einen Seite sind da die Experten der Bachmann-Stiftung mit ihrem Know-how und ihrem Programm, auf der anderen Seite die örtliche Bevölkerung mit ihrem praktischen Wissen über ihre Landschaft, ihr Baumaterial und ihr Dorf. Beide Seiten sind aufeinander angewiesen, um ein erfolgreiches Projekt durchzuziehen. So wie der Mörtel den Lehm zusammenhält, so hält der Bau der Häuser die Dorfgemeinschaft zusammen. Die Stiftung stellt lediglich das Startkapital in Form von finanzieller und praktischer Hilfe bereit. Die Bewohner selbst müssen aber schon während des Bauprozesses und auch danach, das ihrige dazu beitragen, dass aus den Backsteinhäusern ein neues Heim für die Familie wächst. Wir helfen aber nicht nur beim Bau von neuen Häusern, auch Renovation oder Erweiterung von bestehenden Gebäuden stehen auf unserem Programm. In Feni (Bangladesch) haben wir ein ganz besonderes Projekt: Ein kombiniertes Zentrum mit Kindergarten und Gemeindespital in einem Gebäudekomplex, dazu ein kleines Gesundheits- und Bildungszentrum. Ein Tropfen auf einem heissen Stein kann man sagen und doch, es ermöglicht vielen Menschen, den Teufelskreis von Armut, mangelhafter Bildung und schlechter Gesundheit zu durchbrechen.
Bisher baute die Stiftung fast 2000 Häuser und beteiligte sich an vielen weiteren Bauprojekten.