August 2015: Sri Lanka / Chilaw: Die besondere Schule

Die besondere Schule in Chilaw, Sri Lanka

Gedanken aus der Sicht des Schulleiters Nicholas Nanayakkara

EINFÜHRUNG
Die „Peter Bachmann-Stiftung“ in Sri Lanka vollendete im Jahr 2015 das 13. Jahr in der Ausbildung von besonderen Kindern. In Dankbarkeit und Wertschätzung erinnern wir uns hier in Chilaw des Gründers Dr. Peter Bachmann und aller anderen grosszügigen Schweizer Sponsoren, welche das Angebot hier in jeder möglichen Weise, insbesondere finanziell, seit den Anfängen unserer Aktivitäten in 2002 unterstützt haben. Ihr Engagement und ihre Beiträge waren nicht umsonst. Sie haben unseren Kindern hier Erfolg gebracht, indem sie ihnen ein selbstbestimmteres Leben ermöglicht haben. Nach-stehend zeigen wir die erfolgreichen Errungenschaften unserer Aktivitäten auf, jene in der Vergangenheit und die zu erwartenden in der nächsten Zukunft.

VERGANGENHEIT
Seit dem Start der Schule haben 210 Kinder die Ausbildung hier durchlaufen. Während einige von ihnen jetzt einer beruflichen Tätigkeit nachgehen, leben andere ein unabhängiges Leben mit ihren Eltern und Geschwistern. Somit hat die Ausbildung in unserer Schule bei all jenen Eltern Hoffnung geweckt, die anfänglich ohne Hoffnung und mit einer ablehnenden Haltung zu ihren behinderten Kin-dern hierher gekommen sind. Sie waren der Meinung, dass ihre Kinder immer auf andere angewiesen sein werden. Diese Haltung ist mit der Zeit einer positiven Einstellung gewichen und hat zur Erkenntnis geführt, dass auch diese Kinder ein wichtiger Bestandteil der Familie sind , sie werden geschätzt und geliebt so wie sie sind.

GEGENWART
Im Sommer 2015 werden in beiden Zentren zusammen, Chilaw und Lancigama, 70 Kinder im Alter von 5 bis 21 Jahre betreut. Acht professionelle Lehrer und Lehrerinnen sind in die Ausbildung einge-bunden. Die Kinder werden in Lesen, Schreiben, Rechnen, Kochen, der Teppichherstellung und im Gärtnern ausgebildet. Andere Organisationen wie Caritas Italiana und die Stiftung Sunera engagieren Freiwillige, um die Kinder in individuellen Fähigkeiten zu schulen. Wir haben andere Wege beschritten und damit grossen Erfolg: Zwei Kinder sind in die normale Schule integriert worden, eine Schülerin wird in einer Druckerei an einer Druckmaschine ausgebildet, zwei Kinder in der Schuhherstellung und drei Kinder erhalten eine Ausbildung an Juki-Maschinen in einem von der Regierung geführten Bil-dungszentrum.

ZUKUNFT
Auch in Zukunft wollen wir diese Kinder befähigen mit ihrer Behinderung so unabhängig wie möglich zu sein. Vergangene und gegenwärtige Erfahrungen stimmen uns zuversichtlich und sehr positiv, auch in Zukunft unsere Ziele zu erreichen. PBF in Sri Lanka hat sich während der letzten 13 Jahre ohne grosses Aufsehen im Stillen engagiert. Die Veränderung von einem abhängigen zu einem unab-hängigen Leben der Kinder ist für uns deutlich genug und die wirksamste Werbung. In der Öffentlich-keit wird darüber gesprochen. Die Leute sehen Kinder , die trotz einer Behinderung ein wertvoller Teil der normalen Gesellschaft geworden sind. Das Engagement vieler Menschen hier und dort ist nicht umsonst. Unzählige Anstrengungen haben hundertfach Früchte getragen. Grosszügigkeit, Einstellung, Akzeptanz und Menschlichkeit haben dazu beigetragen.