Beim marginalisierten Stamm der Manja im Südwesten Äthiopiens trifft PBF auf ihre Kernaufgabe
Das Volk der Manja lebt teilweise in den südlichen geografischen Zonen Kafa, Sheka, Bench Maji, Dawro sowie in Konta. Hier leben sie ihr Eigenleben als Volksgruppe, mit spezifischen Gewohnheiten und Bräuchen, beruflichen Tätigkeiten, wirtschaftlichen Eingrenzungen, staatlicher Beaufsichtigung und Kontrolle. Sie gehören einem bestimmten, gesellschaftlich völlig ausgegrenztem Stamm an und können nur untergeordnete Tätigkeiten als Tagelöhner annehmen z. B. in der Landwirtschaft. Sie leben von der übrigen Gesellschaft abgesondert, isoliert und sind jeder Hinsicht diskriminiert. Dies zeigt sich z. B. im Vorurteil, das allein auf ihre äussere Erscheinung zurückzuführen sei. Gesellschaftliche Kreise behaupten nämlich, dass die Manja einen sogenannt »bösen Blick» haben, was wie selbstverständlich darauf schliessen soll auch eine böse, ja feindliche Gesinnung zu haben. Aus diesem und manch anderen Gründen können die Manja ihre Kinder kaum zur Schule schicken. Sie sind wie ein Schreckgespenst, eine Gefahr für die Gesellschaft, führen zu Risiko und Unsicherheit. Diese Demütigungen und Erniedrigungen führen zu unbeschreiblicher Armut. Read more