Zerfu Arega: Von einer Kamera zum eigenen Studio
Zerfu Arega begann seine Laufbahn mit kaum mehr als einer einzigen Kamera und viel Entschlossenheit. Jahre lang arbeitete er als Angestellter in einem kleinen Fotostudio, lernte das Handwerk von Grund auf und entwickelte dabei ein feines technisches Gespür. Doch der Schritt in die Selbstständigkeit brachte ihn an die Grenzen seiner Kräfte: keine eigene Werkstatt, unregelmäßige Aufträge, unsicheres Einkommen. Als Familienvater war diese Situation belastend und oft existenziell bedrohlich.
Mit der Unterstützung der PBF konnte Zerfu diesen Kreislauf durchbrechen. Aus seinem prekären Alltag wurde ein stabiler beruflicher Neuanfang. Die Stiftung richtete ihm ein vollständig ausgestattetes Fotostudio ein – mit professionellen Kameras, Computern, Druckern und Hintergründen. Dieser Raum bot ihm nicht nur Arbeitsmöglichkeiten, sondern auch Würde, Sicherheit und Perspektive.
Heute ist sein Studio ein lebendiger Treffpunkt in Lalibela. Neben Eventfotografie bietet Zerfu Porträts, Bildbearbeitung, Dokumentendruck und Kopierservices an. Die Nachfrage wächst stetig, sodass er zwei lokale Mitarbeitende einstellen konnte. Aus dem überlasteten Einzelkämpfer wurde ein Arbeitgeber, Mentor und verlässlicher Dienstleister für die Gemeinschaft.
Für seine Familie hat sich das Leben grundlegend verändert. Die ständige Unsicherheit ist einer ruhigen Zuversicht gewichen. Zerfu kann seine Kinder versorgen, ein stabiles Einkommen erwirtschaften und ihnen vorleben, wie aus Talent und Unterstützung ein tragfähiger Weg entsteht.
Zerfus Geschichte zeigt, wie gezielte Hilfe nicht nur ein Geschäft stärkt, sondern ein ganzes Leben verwandelt.


Mesay Mekuanent, Lalibela Team