August 2026: Äthiopien/Lalibela: Eine Geschichte von Resilienz, Geschmack und einem neuen Anfang

Eine Geschichte von Resilienz, Geschmack und einem neuen Anfang

Wer an einem gewöhnlichen Nachmittag am kleinen Restaurant vorbeigeht, nimmt zuerst den Duft wahr: warm, würzig, einladend. Doch hinter diesem Aroma schlägt ein Herz – das Herz einer Familie, die sich aus der Enge des Mangels in die Weite eines neuen Lebens vorgearbeitet hat.

Solomon, der Dichter, trägt die Welt in seinen Worten. Er sieht Rhythmen, wo andere nur den Alltag sehen. Abiyot, die Köchin, verwandelt einfache Zutaten in Erinnerungen – in jene Art von Mahlzeiten, die Menschen an ihre eigene Stärke erinnern. Lange waren ihre Talente wie Samen ohne Erde, bis die Unterstützung der PBF ihnen den Boden schenkte, auf dem sie endlich Wurzeln schlagen konnten.

Vom Überleben zur Stabilität:
Ihr Restaurant entstand aus einem stillen, klaren Wunsch: Menschen zu nähren – nicht nur mit Essen, sondern mit Würde. Sie kennen die Härte des Lebens aus eigener Erfahrung. Deshalb ist ihr Menü ein Angebot an jene, die jeden Franken zweimal umdrehen müssen: Arbeiterinnen, Studenten, Nachbarn. Hier bekommt man ein warmes Gericht, starken äthiopischen Kaffee und ein Lächeln, das nichts kostet und doch viel bedeutet.

Mit der Starthilfe der PBF hat sich die Schwere der Unsicherheit gelöst. An ihre Stelle ist ein leiser Stolz getreten – der Stolz, der entsteht, wenn Mühe sich verwandelt und die Zukunft wieder Form annimmt.

Gemeinsam wachsen, andere stärken:
Für Solomon und Abiyot ist Erfolg kein Besitz, sondern ein Strom, der weiterfließen soll. Als ihr kleines Snackhaus seinen eigenen Rhythmus fand, erreichten sie einen Moment, der sie tief berührte: Sie konnten eine Frau aus der Nachbarschaft einstellen.

Dieser Schritt ist mehr als nur eine Entlastung in der Küche. Er ist ein Zeichen: Wer selbst getragen wurde, kann andere tragen. Ein Arbeitsplatz wird zu einem Versprechen – zu einer Chance, ein Leben neu zu ordnen.

Ihre Dankbarkeit ist groß. Sie wissen, wie weit sie gekommen sind. Vom täglichen Sorgen bis zum selbstbewussten Stehen auf eigenen Füßen. Heute nähren sie ihre Gemeinschaft und zeigen, dass Menschen mit einem Funken Unterstützung zu leuchten beginnen können.

Mesay Mekuanent

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