Peter Bachmann besuchte die „Destitutes“, eines der Hauptprojekte der PBF in Lalibela
„Destitutes“ sind Menschen, die an den Rand gedrängt wurden und ohne grundlegende Dinge wie Nahrung, Unterkunft und medizinische Versorgung leben. Darunter befinden sich ältere Menschen ohne Betreuungsperson, Mütter mit vielen Kindern ohne Partner, chronisch Erkrankte sowie Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen. Das Projekt „Destitutes“ hat zum Ziel, diesen Menschen die notwendige Unterstützung zu bieten, um ihre Lebensqualität zu verbessern und den Kreislauf der Armut zu durchbrechen.
In den letzten 15 Jahren wurden drei Dörfer sowie zahlreiche Einzelwohnhäuser gebaut, um mehr als 100 Haushalte unterzubringen. Diese bieten eine sichere Unterkunft und ermöglichen den Kindern Zugang zu Bildung. Viele Waisenkinder werden ebenfalls durch das Projekt unterstützt.
Jedes Jahr übernimmt die PBF die Kosten für eine gemeinschaftlich organisierte Krankenversicherung für diese Haushalte, damit sie ohne finanzielle Belastung ärztliche Hilfe erhalten können. Darüber hinaus übernimmt die PBF Transportkosten und Zusatzkosten für Patientinnen und Patienten, die aufgrund schwerer Erkrankungen in größere Städte überwiesen werden, da die Behandlung lokal nicht möglich ist. Dieses umfassende Unterstützungsprogramm hilft, die finanzielle Last der betroffenen Familien zu lindern und sichert den Zugang zu medizinischer Versorgung.
Das Projekt umfasst auch berufliche Ausbildungsprogramme, um den Bewohnerinnen und Bewohnern Fähigkeiten für zukünftige Arbeitsmöglichkeiten zu vermitteln. Mit der Kombination aus Wohnraum und Bildung strebt das „Destitutes“-Projekt eine nachhaltige Lösung für hilfsbedürftige Menschen an.
Insgesamt wurden 278 „Destitutes“ versorgt – darunter 149 ältere Menschen, 52 Kranke, 42 Menschen mit Beeinträchtigungen und 35 Waisenkinder. Nach Peters Besuch im Mai kamen weitere 107 hilfsbedürftige Personen hinzu.
Dr. Peter war tief berührt von der Wirkung des Projekts und versprach, es weiterhin tatkräftig zu unterstützen und seinen Ausbau voranzutreiben. Als er dem Gesicht und den Händen einer Frau gegenüberstand, die ihm ihre Geschichte von Hoffnung und Widerstandskraft erzählte, kamen ihm die Tränen. Sein emotionaler Moment bestärkte ihn darin, sich für Menschen einzusetzen, die unter extremer Armut und Not leiden.



Unsere Gemeinschaft freute sich sehr über seinen Besuch – alle wünschen ihm ein langes Leben.
Getachew Sale
Koordinator der PBF