März 2018: Uganda: Kampf gegen Typhus

Kampf gegen Typhus: PBF unterstützt unsere Partnerorganisation in Westuganda

Thomas Kenja, der Gründer von IPOA (Orphans and Widows Association), ist seit einem Jahrzehnt ein Freund von PBF. Seine  vielfältigen Aktivitäten im Dienst mit Witwen und Waisen im Bezirk Kasese erstreckt sich neu auf die

Bekämpfung von Typhus. Er schreibt dazu: Bei uns ist Typhus eine der lebensbedrohlichsten übertragbaren Krankheiten. Sie ist in den meisten Teilen Ugandas verbreitet, besonders in ländlichen Gegenden, in Dörfern. Um das Ausmaß und die Häufigkeit der Ausbreitung in der Bezirksstadt Kasese zu beurteilen, haben die Mitglieder von IPOA unter fachlicher Anleitung  Erkundungen in über 110 Haushalten durchgeführt.
Aus ihren Aufzeichnungen geht hervor, dass die Verbreitung und die Übertragung  von Typhus zu einem der größten Gesundheitsprobleme geworden ist. Es wurde deutlich, dass kontaminierte Lebensmittel, schlechte Wasserqualität, völlig ungenügende Hygiene und sanitäre Einrichtungen die Hauptursachen für die schnelle Übertragung der Krankheit sind. Die Bakterien dieser  Infektionskrankheit werden durch die Zunahme von Insekten ständig vermehrt.

Hier setzt IPOA an durch  Ausbildungsmöglichkeiten, Kurse und Trainings, mit Bewusstseinsbildung für Prävention. Dringende medizinische Behandlungen von bereits infizierten Personen ist das Eine, das Andere präventive Massnahmen in der Gesellschaft. Im Rahmen gezielter Aktionen wurde/wird eine Strategie aufgebaut zur Eindämmung und  Verhinderung der weiteren Verbreitung von Typhus. Das Angebot von IPOA für eine intensive  Gesundheitserziehung soll beitragen zu einer besseren Kontrolle bei der Bevölkerung. Die Ernährung soll verbessert werden durch den Konsum einheimischer Nahrungsmittel, die das Immunsystem stärken. In diesen Kursen werden die Teilnehmenden z. B. angeleitet, wie sichere Latrinen   mit einfachen und vor Ort verfügbaren Materialien gebaut werden. IPOA konzentriert sich in diesem Gemeinschaftstraining auf die präventiven Aspekte im Umgang mit der Krankheit. Das  erste Training findet statt vom 3.-9. April 2018 und soll wiederholt werden.

Bei PBF haben  Projekte in der Prävention und Gesundheitsvorsorge etwa  in Kenia oder Äthiopien  hohe Priorität. Seit Jahren gehört auch Uganda dazu, bisher vor allem im Anbau von Artemisia Annua (Tee) zur Malariaprophylaxe und anderer Heilpflanzen. PBF sieht in der Mitfinanzierung dieses Ausbildungsprojekts eine wichtige Aufgabe.